Recycling und Entsorgung

Wie funktioniert das Recycling von PV-Modulen und Batterien

Recycling von PV-Modulen und Batterien

Wie funktioniert das Recycling von PV-Modulen und Batterien?

Recycling von PV-Modulen

Wer sich dafür entscheidet, auf dem eigenen Dach durch Photovoltaik Strom zu erzeugen und sich damit selbst zu versorgen, setzt auf eine umweltfreundliche und saubere Technologie, die lange Jahre verlässlich Strom liefert. Bei PV-Anlagen können Sie von einer Lebensdauer von 20 bis 30 Jahren ausgehen. Dennoch treibt viele zu Recht die Frage um, was denn mit der Photovoltaik-Anlage passiert, wenn sie irgendwann dann doch mal vom Dach wieder heruntermuss. Denn für die Ewigkeit sind die Solarmodule dann doch nicht gebaut, und nach so vielen Betriebsjahren muss auch eine Solaranlage der Witterung Tribut zollen. Da Betreiber einer Photovoltaik-Anlage auf einem Privathaus in der Regel umweltbewusst sind, spielt die Frage nach Entsorgung und Recycling der Solarmodule bereits für die Kaufentscheidung eine wichtige Rolle. Daher beantworten wir hier die wichtigsten Fragen zum Thema Recycling.

Können PV-Module recycelt werden?

Die Antwort darauf ist eindeutig: Ja! Ein Solarmodul besteht überwiegend aus Aluminium, Glas und Kunststoffen sowie den Solarzellen aus Silizium. All diese Materialien können nach dem gegenwärtigen Stand der Technik recht einfach recycelt werden. Daher liegt die Recycling-Quote bei Solarmodulen heute bei mehr als 80 Prozent. Ganz moderne Anlagen zur Wiederverwertung von PV-Modulen wie die seit Herbst 2018 vom Unternehmen Suez im baden-württembergischen Knittlingen betriebene kommen sogar auf Recycling-Raten von mehr als 90 Prozent. Momentan fallen zwar noch keine nennenswerten Mengen an ausgedienten PV-Modulen und Solarzellen an, das wird sich aber in den kommenden Jahren ändern. Die Entsorgungswirtschaft bereitet darauf vor, steigende Mengen an Material zu recyceln, denn nicht umsonst sieht das Umweltbundesamt neben der Photovoltaik und anderen Branchen auch die Kreislaufwirtschaft als einen der Leitmärkte der Klimaschutztechnologie.

Wie funktioniert die Entsorgung der Solarmodule für mich?

Die Rückgabe an den Hersteller und die Wiederverwertung von alten Solarmodulen wird in Deutschland über das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) geregelt, der deutschen Umsetzung der europäischen WEEE-Richtlinie. Die Hersteller und Inverkehrbringer von Solarmodulen, wie zum Beispiel SENEC, müssen sich registrieren und dafür sorgen, dass die von ihnen verkauften Photovoltaik-Module zurückgenommen und ordnungsgemäß entsorgt werden. Das ist bei Solaranlagen nicht anders als bei Staubsaugern und Fernsehern. Privatleute können ihre PV - Module bei kommunalen Wertstoffhöfen kostenfrei abgeben. Sie sollten dann aber vorher am besten Bescheid geben, dass Sie ihre Module abgeben möchten. Größere Mengen von Solarmdoulen, etwa bei gewerblichen Anlagen, lassen wir über unseren Entsorgungspartner take-e-way abholen und verwerten. Viele Solar-Unternehmen haben sich dem branchenweiten Rücknahmesystem PV Cycle angeschlossen, das das Recycling der Module und Solarzellen organisiert.

Was muss ich tun für die Entsorgung der Photovoltaik-Module?

Die Entsorgung von PV-Modulen, die beschädigt oder aus sonstigen Gründen nicht mehr einsetzbar sind, ist für Sie als Betreiber deines eigenen kleinen Solarkraftwerks auf dem Hausdach unkompliziert. Und für das Recyceln deiner Module und Solarzellen ist auch gesorgt. Es ist gut für die Umwelt, Energie durch Photovoltaik zu erzeugen. Das muss auch für den Umgang mit Altmodulen gelten, denn auch die lange Lebensdauer der Module verhindert nicht, dass sie irgendwann den Punkt erreicht haben, an dem die Solarmodule vom Dach müssen. Gut zu wissen, dass es PV-Recycling gibt. Der Branchenverband BSW-Solar hat Ende Oktober ein Merkblatt zum sicheren Umgang mit PV-Altmodulen veröffentlicht, das sich an Installateure und Betreiber von PV-Anlagen richtet. Dort findest du weiterführende Informationen zum Thema.

Batterien: funktioniert das Recycling?

Wer sich eine Photovoltaik-Anlage und einen Stromspeicher anschafft, möchte unter anderem etwas für die Umwelt tun. Daher spielt das Thema Recycling für viele Hausbesitzer eine Rolle, die sich überlegen, sich selbst mit Solarstrom zu versorgen. Sie möchten ja nicht nur unabhängig werden von steigenden Strompreisen, sondern auch etwas für Umwelt und Klima tun. Da stellen Sie sich natürlich die Frage, was irgendwann mit den alten Batterien geschieht. Leider wird in den (Sozialen) Medien immer wieder vieles dazu gesagt, was nicht zutrifft. Lassen wir daher den Fachmann zu Wort kommen: Christoph Hagelüken vom weltweit größten Batterierecycling-Unternehmen Umicore drückt es im Gespräch mit dem Fachmagazin pv magazine so aus: „Das Recycling funktioniert und ist auch bereits in der Praxis implementiert“.

Das Recyceln von Lithium-Ionen-Batterien funktioniert

Als problematisch beim Wiederverwerten der Speicher werden in erster Linie die Batterien selbst angesehen. Dabei stimmt auch das nicht: Es ist nicht nur technisch möglich, die Batterien zu recyceln, sondern wird auch tatsächlich getan. In Deutschland alleine gibt es sechs Recyclingbetriebe für Lithium-Ionen Akkus, und mit der weiteren Verbreitung von Stromspeichern und Elektroautos werden es sicherlich noch mehr werden. Ohne jetzt mit technischen Details langweilen zu wollen: Das gegenwärtig angewandte Verfahren ermöglicht es, mehr als 95 Prozent der in den Batterien enthaltenen Metalle Nickel, Kupfer und Kobalt wiederzugewinnen, allesamt Wertstoffe. Und auch mehr als 50 Prozent des Lithiums kann bereits zurückgewonnen werden. Das ist angesichts der geringen Mengen an Batterien, die bislang tatsächlich der Entsorgung zugeführt werden, noch nicht wirtschaftlich, und Lithium ist auch alles andere als selten. Der Abbau dieses Leichtmetalls hat aber Folgen für die Umwelt, daher ist die Wiedergewinnung ökologisch geboten. Mit steigenden Rücknahmemengen zum Recyceln wird sie auch wirtschaftlich interessanter. Überhaupt sorgt die Erwartung deutlich steigender Mengen an Lithium-Ionen-Batterien vor allem durch den Durchbruch der E-Mobilität für umfangreiche Aktivitäten in Sachen Recycling. Weltweit arbeiten Forschungsinstitute und Unternehmen an neuen und weniger energieintensiven Verfahren für die Wiedergewinnung der Rohstoffe aus Stromspeichern und den dort verbauten Batterien. Sorgen wegen steigender Rücknahmemengen müssen wir uns also auch dann nicht machen, wenn die Elektromobilität endlich vorankommt und Altbatterien aus Elektrofahrzeugen in nennenswerten Mengen anfallen.

Das Recyceln von Lithium-Ionen-Batterien funktioniert

Zuerst einmal ist es noch ein bisschen hin, bis Sie sich diese Frage stellen müssen. Stromspeicher sind langlebige Anlagen, und bei SENEC kannst du bis zu 20 Jahren Garantie auf deinen Batteriespeicher bekommen. Irgendwann wird es aber soweit sein. Da können Sie sich aber ganz entspannt zurücklehnen. Die Pflicht zur Rücknahme und zum Batterie-Recycling liegt laut Batteriegesetz (BattG) beim Vertreiber und Hersteller. Als Vertreiber der Batterien ist SENEC verpflichtet, die Alt-Akkus kostenfrei zurückzunehmen. Wir geben sie dann den Hersteller zurück, der die wertvollen Rohstoffe wiederum möglichst wiederverwerten muss. Das ist vom Prinzip her nicht anders als bei den kleinen Batterien und Akkus, die Sie an den Supermarktkassen zurückgeben können (und müssen, denn Batterien und Akkus dürfen nicht in den Hausmüll geworfen werden). Sollte also irgendwann der Austausch der Batterien anstehen, oder ein ganz neues Speichersystem installiert werden, nehmen wir die Batterien zurück und übergeben sie an den Hersteller, der sie dann wiederum über Vertragspartner der Wiederverwertung zuführt. Wie bei allen anderen Sekundärrohstoffen, wie es in der Sprache der Entsorgungs-Branche so schön heißt, gilt auch hier: Das Recycling ist machbar, hängt aber immer auch davon ab, wie viel an Akkus wieder eingesammelt werden kann. Bei Stromspeichern sollte das aber keine Schwierigkeit sein, denn wer sie nutzt, denkt an die Umwelt.Und was die etwas ferner Zukunft angeht, wissen wir jetzt noch nicht, ob sich neue Technologien durchsetzen und Batterien dann ohne Kobalt und andere Stoffe auskommen. Geforscht wird auf jeden Fall viel daran. Bei der Entwicklung neuer Akkus spielen Wiederverwertbarkeit und Ressourceneffizienz eine große Rolle.

Wie läuft das Recycling von SENEC Speichern ab?

Batteriemodule, die zum Beispiel ausgetauscht werden müssen, nimmt SENEC zurück und liefert sie an den Hersteller, die BMZ Group. Da wir auf Qualität „Made in Germany“ setzen, sind hier auch die Wege kurz und der Transport erzeugt keine unnötigen Emissionen, da das Unternehmen in der Nähe von Frankfurt/Main ansässig ist. Die Altbatterien lässt der Hersteller der Module dass über seinen Partner European Recycling Platform (ERP) recyceln. So werden nicht nur Kunststoff und Metall, sondern auch Stoffe wie Nickel oder Kobalt wiedergewonnen. Die von ERP gesammelten Batterien werden laut dem Erfolgsbericht des Unternehmens zu 100 Prozent stofflich verwertet.

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